Periphere arterielle Verschlusskrankheit

Insbesondere das Risiko, schwere Gefäßerkrankung zu entwickeln, ist bei Patienten mit Familiärer Hypercholesterinämie oft stark erhöht. Neben Schlaganfall und Herzinfarkt zählt auch die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) zu den möglichen Folgekrankheiten einer FH.

Umgangssprachlich wird diese Krankheit auch als „Schaufensterkrankheit“ bezeichnet, weil manche Betroffene bei einem Spaziergang durch die Stadt immer wieder an Schaufenstern stehen bleiben, um damit zu verheimlichen, dass sie große Schmerzen in den Beinen haben und nicht mehr so weit gehen können. Die Schmerzen entstehen durch die Unterversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff und Nährstoffen – aufgrund der verengten Arterien gelangt nicht mehr genug Blut in die Gliedmaßen. In rund 90 Prozent aller Fälle sind die Beine davon betroffen, rund 10 Prozent aller Patienten entwickeln die Schaufensterkrankheit an den Armen.

Die Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“ ist allerdings nicht ganz richtig, denn der Name bezieht sich nur auf ein Stadium der PAVK. Bleibt dieses Stadium unbehandelt, so droht später schlimmstenfalls die Amputation der betroffenen Gliedmaßen.

Zum Glück stehen für die PAVK eine Reihe an therapeutischen Möglichkeiten bereit, die von sportlicher Betätigung über medikamentöse Behandlung bis hin zu operativen Möglichkeiten reichen. In jedem Fall ist eine PAVK aber eine schwere Krankheit, mit der Sie unbedingt zum Arzt gehen sollten! Und wie bei den anderen Folgekrankheiten ist die Therapie der Risikofaktoren unabdingbar.